Vom Blockierer zum Helden –Wandel der IT in Zeiten von Cloud-Computing

Dieser Artikel behandelt die Rolle der IT unter Nutzung von ausgelagerten Services und die daraus resultierenden positiven wirtschaftlichen Effekte.

Erinnern Sie sich noch an früher, als IT-Abteilungen neu waren und gerne im Keller der Firma untergebracht wurden? Das ergab sich aus rein praktischen Umständen, denn die IT sollte nah an der Hardware sitzen.

Doch dieses Bild ist sinngebend für die Rolle der IT in den vergangenen Jahrzehnten. Auf Ihrer Schulter lastet das Gewicht der gesamten Firma. Ohne die technischen Services einer IT steht eine jede Unternehmung schnell still. Die IT ist verantwortlich für den reibungslosen Betrieb von essentiellen Diensten.

  • Haben Sie schon mal erlebt, wie für einige Stunden keine E-Mails ein- oder ausgehen? Für jeden Verkäufer bricht hier die Welt zusammen.
  • Oder ein ERP-System, das nicht mehr erreichbar ist und somit zum Zusammenbruch der gesamten Warenverteilung führt?
  • Oder eine Presse-Mitteilung, die dringend raus muss, und in dem Moment steht die Datenbank des CRM-Systems leider nicht zur Verfügung?

Die Aufrechterhaltung lebenswichtiger unternehmenswichtiger Dienste nimmt deshalb meistens die gesamte Zeit und Kraft einer IT in Anspruch. Es bleibt keine Zeit mehr, um Neuerungen und somit Innovation bereitzustellen, ja gar zu treiben. Hieraus wiederum resultiert teilweise das Bild eines Blockierers im Unternehmen, weil von den Anwendern dringend gewünschte Forderungen nicht erfüllt werden können. Für die betroffenen Techniker ist dieser Zustand ebenso unangenehm, denn ein jeder möchte lieber gefallen und sichtbaren Neuwert liefern, als unsichtbare Wartung vorzunehmen.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma kann die Nutzung von ausgelagerten Diensten, neumodisch Cloud Computing genannt, leisten. Nicht länger mit den fundamentalen Voraussetzungen wie dem Betrieb von Hardware, Datenbanken, Applikationsservern, Software-Updates und dergleichen gebremst, kann die IT sich darauf konzentrieren, neue Anwendungen in die Unternehmung zu führen – Die Last wird von den Schultern der IT in die Wolke verlagert.

Bei der ilum:e führen wir viele Salesforce.com Rollouts durch. Dabei lösen wir häufig auch eine bestehende On-Premise Installation ab. Nach Einführung von Salesforce und der Abschaltung des alten Systems steht der IT somit neue Kapazität zur Verfügung.

So treffe ich bei meinen Projekten immer wieder auf IT-Admins, die erfreut die neuen Freiheiten aufnehmen. Sie gehen durchs Unternehmen und nehmen Anforderungen auf. Nach Absprache mit den Fachabteilungen setzen sie diese nun um. Dabei kommt ihnen die Agilität der Technologie besonders entgegen. Schnell sind erste sichtbare Ergebnisse produziert und präsentiert. Nun lässt sich beobachten, dass die Arbeitsmoral sich deutlich erhöht, denn  die Kollegen sind deutlich zufriedener mit ihrer Arbeit und den erbrachten Ergebnissen.

Resultierend daraus, agiert das Unternehmen technologisch weiter vorne am Markt, ja wandelt sich gar zum Innovationsführer.

Ausblick

Was ist der nächste Entwicklungsschritt an dieser Stelle?

Besonders radikal wäre es, die IT als eigenständige Abteilung räumlich aufzulösen und in die Fachabteilungen zu integrieren. Dies wäre möglich, sobald alle internen Services abgelöst bzw. ausgelagert sind. Der IT-Admin kann sich dann voll auf die Schaffung von neuen Werten konzentrieren.

In Start-Ups kann man ein solches Setup heute schon finden. Die klassischen Aufgaben der IT beschränken sich hier meistens auf die Wartung der Basis-Technik wie Netzwerke und Clients. Alle anderen Dienste sind komplett ausgelagert. Der administrative Aufwand ist somit auf ein Minimum reduziert. Die Fachabteilungen, im Bereich von Salesforce CRM vor allem Vertrieb und Marketing, haben Power-User. Diese übernehmen einfache administrative Tätigkeiten selber. Komplexeres wird dann von entsprechend qualifizierten IT-Mitarbeitern umgesetzt. Diese verbringen während der Umsetzungsphasen viel zeit innerhalb der Fachabteilungen. Dadurch ergeben sich (unter anderem) zwei weitere positive Effekte:

  1. Der Admin lernt die internen Prozesse viel besser zu verstehen, da er sie hautnah mitbekommt.
  2. Und der Fachanwender wird der Teil neuen technischen Lösung, kann sich besser damit identifizieren und weißt schlussendlich eine höhere System-Akzeptanz auf.

Fazit

So ermöglicht Technologie also Innovation. Innovationskraft steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Das Unternehmen steht gestärkt im Markt. Es erreicht somit eine deutlich höhere Rendite auf sein technologisches Investment.

Und der IT-Admin? Er wird vom vermeintlichen Blockierer zum weithin sichtbaren Helden des Unternehmens. Eine Rolle, die ihm durch jahrelange, harte Arbeit an der Basis der Unternehmung wohlverdient ist.

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